Sonntag, 26. Juni 2016

Wir leben um zu sein..

Doch wer sind wir eigentlich? Wer wollen wir sein? Wen wollen wir darstellen?
Jeder möchte etwas sein, etwas einzigartiges, etwas besonderes, etwas dass auffällt. Doch schauen wir uns um, sehen wir eine Masse an Menschen, bei der jeder dem anderen gleicht. Es gibt nichts Auffälliges oder Buntes und wenn doch wird es systematisch ausgegrenzt, nicht akzeptiert und allein gelassen.

Gedanken über Gedanken, die nicht weichen wollen, egal wie oft man darüber auch nachdenkt. Egal wieviele Szenarien man durchspielt. Die eine Antwort ist nicht zu finden, eine Antwort die ein Rezept für das leben kreieren würde. Ein Rezept welches das ganze Leben erklären würde und jeder, egal in welcher Situation er ist, konnte seine Probleme so einfach lösen. So viele Gedanken, die drohen überzulaufen und eigentlich keinen Platz mehr haben. Auch die Zeit die man braucht um darüber nachzudenken, fehlt in jeglicher Hinsicht. Mein Schädel fühlt sich an, als würde er jeden Moment explodieren. Jeder will etwas, jeder will diese Antwort, alles will durchdacht und geplant sein. Entscheidungen müssen getroffen werden und das mit bedacht, denn es folgen weitere die aus der vorherigen resultieren. Wie soll man da nur die Chance haben über etwas nicht nachzudenken ?
Die stummen Schreie der Hilfe werden ignoriert und bei zahlreichen Gesprächen wird einem versucht etwas aufzuzwingen - dass muss so sein, denn du siehst danach aus. Gefühlen wird freien Lauf gelassen, man wird verurteilt und in eine Schublade gepackt - wie soll man denn sonst seine Gefühle teilen? Unverständnis schreien die Blicke und Antworten der anderen. Die Entscheidung tendiert zur Einsamkeit, in welcher ich alles alleine überdenken kann und Gefühle herausschreien kann. Keiner schaut hin oder kommentiert. Ein Gefühl der Freiheit - doch der Schädel droht zu explodieren. Mit jedem neuen Gedanken mit jedem Erlebnis wird der Kopf weiter gefüllt. Immer und immer mehr. Die Spur die wir hinterlassen, verblast jeden Tag aufs neue. Nichts bleibt, stets geht etwas verloren - manchmal für immer, manchmal auch nur zeitweise. Vielleicht besteht das Problem darin, dass es keine Konstante gibt? Doch worin sollte sie bestehen oder woraus? Fragen über Fragen die mich quälen, tagein tagaus und bei all der Zeit die ich mir nehme, finde ich keinerlei Antwort.

Menschen verändern sich durch bestimmte Gedanken und Erlebnisse. Sie passen sich an und denken dass es keinen anderen Weg gäbe. Doch was mit den eigenen Gedanken, Vorhaben und Träumen? Dinge die plötzlich in das hintertreffen geraten, wenn man sich anpasst. Es folgt eine Veränderung, welche uns unglücklich macht. Wir träumen von unterdrückten Wesenszügen und erkennen uns im Spiegel nicht mehr selbst. Bei dem Prozess seinen eigenen Weg zu beschreiten, kann man keinen Mitnehmen, man kann lediglich eine Person finden, dessen Weg man ständig kreuzt.

Gefühle brechen heraus und Tränen fallen zu Boden. Verzweiflung breitet sich aus und die Unsicherheit macht Angst. Die Tatsache die Fassade nicht mehr aufrecht erhalten zu können macht verletztlich. Immer öfter kommt der Gedanke der Flucht auf um Altes zu vergessen und abzuschließen. Wegzulegen in einem Karton um ihn erst viele Jahre später wieder zu öffnen. Nach langer Zeit etwas zu betrachten, was man erlebt hat, ist oft etwas besonderes, denn man erinnert sich plötzlich an Details, welche zum damaligen Zeitpunkt unerkannt blieben. Diese Details hätten einen Weg gewiesen, eine Entscheidung leichter gemacht. Doch diese Zeit hat man nicht, sie verfliegt, viel zu schnell soll man sich für etwas entscheiden. Vielleicht stellt man später fest, man hat sich falsch entschieden, doch häufig gibt es kein Zurück mehr. Dieses Tatsache ist zermürbend.

Samstag, 7. Mai 2016

Die kleinen Dinge..

If you thinking about 
the good old days,
you can feel the part of you
who dies for a long time.
There is nothing 
who stays forever
and no one is being 
the same person for all the time.
People change with every 
adventure they run through.
The only constant you have 
in your life is the sky.
Wherever you are - 
you are always looking 
in the same sky. 
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Mit jedem Erlebnis füllt sich unsere Hülle in der wir unser Leben verbringen. Mit jedem Erlebnis sortieren wir Gelebtes neu und probieren Dinge zu vergessen. Doch zu später Stunde kann ein noch so kleines Detail auftauchen und plötzlich erinnern wir uns an alles, was wir vergessen wollten. 

Wir leben in einer Welt in der Details untergehen. Wir achten nicht mehr auf die kleinen Dinge im Leben und verpassen damit so unglaublich viel. Wie schön kann es doch sein, mit einer bestimmten Person allein im nirgendwo zu sein. Oder ein Spaziergang im Wald allein zu genießen. Man überdenkt all die Dinge, wofür man im Alltag keine Zeit hätte oder Gedanken die man nicht teilen möchte. Man denkt sooft an das Vergangene und an das Zukünftige, derweil sollten wir lieber in der Gegenwart all die Abenteuer leben, welche uns bevorstehen. Abenteuer warten hinter jeder Ecke, denn Abenteuer sind neue Eindrücke und Erlebnisse. Wir haben nur verlernt all die Dinge wahrzunehmen die den Alltag zum Abenteuer machen, die jede Minute mit so vielen schönen Dingen füllen könnte. Sind wir weit, weit weg vom Alltag ist plötzlich alles anders - jeder erlebt alles anders und erlebt ein Abenteuer. 

Fernweh ist schlimmer als Heimweh, denn Fernweh hat keinen bestimmten Grund.

Mittwoch, 27. Mai 2015

endlos ..

Die Wolken ziehen sanft vorüber, das Licht ist fahl. Es dämmert und ganz langsam wird die Welt in Dunkelheit getaucht. Jegliche Farben werden grau im Licht des Mondes. Es ereilen mich in diesen Momenten Gedanken, welche ich am liebsten nie los lassen würde. 
 
Es geschehen so viele Dinge und so vieles läuft schief und doch kämpfen wir weiter, weil uns etwas antreibt. Für jeden ist es etwas anderes, etwas besonderes von hohem Wert. Ich hatte nie eine Konstante die mich antreibt - ständig war es etwas anderes. Und wenn es nur der Wille war, einfach nur weiter zu existieren, jeder Schritt war eine Qual und doch sitze ich heute hier. Ich sitze heute hier und könnte vor Glück weinen - ich habe etwas gefunden, etwas besonderes, etwas einzigartiges was mich vorantreibt. Bis ich begriffen hab, was genau es ist, verging einige Zeit - Zeit die plötzlich so schnell verging und an mir vorbei raste. Die Erklärung ist so einfach, dass man sie fast schon übersieht. Es hat sich einfach etwas verändert in meinem Leben, was ich am liebsten nicht mehr ändern würde. Manchmal treten Personen in dein Leben, die du für immer festhalten willst - auch wenn du es nicht zugeben magst.
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Ja - wir geben Dinge auf, um neue zu beginnen. Warum nicht alte fortführen und gleichzeitig neue beginnen? Eine Frage die schwer zu beantworten scheint, doch mit der Zeit eine ganz einfache Antwort hervorbringt. Ich gebe etwas altes auf, weil es mich nicht erfüllt, es sich etwas verändert hat und mich nicht mehr glücklich macht und berührt. Wir beginnen das etwas Neues, weil es sich nicht vermeiden lässt. Es passiert einfach so bereits nach kurzer Zeit stellt man fest, dass man sein Leben verändert hat - einfach, weil man eine alte Sache aufgegeben hat und anderen Dingen eine Chance ließ. Unser Weg wird vielseitiger und interessanter. Er lässt neue Erfahrungen zu und beginnt lebenswert zu werden. Eine Konstante im Leben, zu der man immer wieder zurückkehren kann, ist etwas wundervolles - doch zu Dingen zurückzukehren, welche sich verändert haben ist, nicht möglich. Ein Freund ist ein Freund - egal wie weit er geht und egal wie viel Zeit verstrichen ist seitdem er ging - kehrt er zurück, sei ihm eine Konstante und vergiss den Ärger. Ein wahrer Freund wird es dir gleich tun. 
 

Dienstag, 19. Mai 2015

einsame tage ...

Und dann gibt es diese Tage, an denen man ohne jegliche Motivation und Lust irgendetwas zu tun, rumsitzt und sich beginnt Gedanken über alles mögliche zu machen. Gedanken die oft in irrsinnige Richtungen abschweifen und eher kontraproduktiv wirken. Noch hinzu kommt, dass man Sehnsucht nach einer bestimmten Person bekommt. 

Im Dunkeln erkennt man jeden noch so kleinen Lichtschein und jagt ihm nach. Doch mit der Zeit verliert man Hoffnung und auch Geduld und beginnt das Licht vorüber gehen zu lassen - ohne auch nur mit dem Gedanken zu spielen es zu erfassen. Wir verpassen Dinge, lassen los und warten auf das Große. Ein Warten,welches nie zu enden scheint, denn die Lichtstrahlen werden nicht heller - nein - manchmal sind sie besonders schwach. Genau dann beginnen wir uns zu fragen warum wir dem vorherigen Schein keine Aufmerksamkeit geschenkt haben. Oder war er vielleicht nicht heller? Vielleicht erschien mir die Chance gerade zu gering? Vielleicht wäre es einfach zu schwierig für mich und ich traue mich nicht?
Warum traue ich mich nicht? Wieso kann ich sagen das die Chance zu gering ist, wenn ich es nicht probiert habe? Gedanken bei denen ich nicht weiß, wie ich sie verarbeiten soll, geschweige denn ob sie überhaupt jemand nachvollziehen könnte. Dieses Gefühl, welches es um mich dunkel werden lässt, hält mich am Boden und lässt mich nicht fort. Ich sitze fest und finde keinen Grund mich loszureißen. Ich bleibe sitzen und warte - und weiß nicht einmal worauf. Vielleicht warte ich einfach nur darauf, dass mir jemand die Hand reicht und sagt 'ich weiß du kannst es schaffen'. Es geschehen Dinge die unerklärlich sind und ich weiß nicht warum sie so plötzlich passieren, es gibt oft nicht mal einen Grund. Doch es sind Dinge die alles grundlegend verändern, auch wenn sie noch so klein sind. Ich vermisse die Unbeschwertheit, die man hat, wenn man in den Lichtstrahlen tanzt - wenn man mit ihnen tanzt.

Ein Beginn bedeutet ein Abschied - egal in welcher Hinsicht.